Freundliches Desinteresse – aber nicht in Bonn

Unter dem Thema „Das freundliche Desinteresse – Ursachen und Lösungen“ hatte die Sektion Bonn zu einer Podiumsdiskussion in den ehemaligen Plenarsaal des Bundesrates geladen.

Das Podium war bunt besetzt: Heike Prassel als Autorin des Buches „Zur Bundeswehr? Eine Mutter zwischen Verantwortung, Vorurteil und (un) freundlichem Desinteresse“, Marco Seliger, Chefredakteur loyal, eines sicherheitspolitischen Monatsmagazins,  Wulf Fricke, Oberst a.D. und kritischer Bürger, Manfred Wittig, Oberst und Leiter der PresseInformationsZentrale Lw, und Thorsten Schlich, Hauptmann und Jugendoffizier der Bundeswehr.

Marco Seliger spricht für die Medien 

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Unter den zahlreichen Zuhörern saßen auch Lehrgangsteilnehmer beim Bundessprachenamt aus Osteuropa und Asien.

Mit ihrem eigenen beruflichen Hintergrund und persönlichen Lebenserfahrungen konnten die Podiumsteilnehmer das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln erläutern und eigene Erkenntnisse und Positionen einbringen.

Das kompetente Podium 

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So wird das Interesse an Sicherheitspolitik bereits in der Schule geweckt – oder auch nicht. Hier haben die Lehrerinnen und Lehrer eine besondere Verantwortung.

Allerdings sind sicherheitspolitische Zusammenhänge in der heutigen Lage dermaßen komplex, dass sie dem „Normalbürger“ nur schwer zu vermitteln sind. Hier sind nicht nur die Medien aufgerufen, verständlich und nachvollziehbar zu berichten.

Auf dem Podium und im diskussionsfreudigen, engagierten Zuhörerkreis war man einhellig der Ansicht, dass Parlament und Bundesregierung eine entscheidende Verantwortung beim Abbau des freundlichen Desinteresses haben. Transparenz, Ehrlichkeit und Mut sind hier die Kriterien, denen parteipolitisches Opportunitäts-gebaren nachzuordnen ist.

Interessierte Zuhörer und aufmerksame Sprachschüler

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Aber auch die Bundeswehr selbst und vorrangig das Führungspersonal sollte mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen und offensiver zur Meinungs- und Bewusstseinsbildung unserer Gesellschaft beitragen.

Zum Abschluss ermunterte der Sektionsleiter die Zuhörer, im Sinn der Zielsetzung der GfW als Multiplikatoren zu wirken und so ihren individuellen Beitrag zur Lösung beizusteuern.

Servatius Maeßen  

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