Vortragsabend

zum Thema

Das Bundeskriminalamt -

Herausforderungen, Perspektiven

und aktuelle Schwerpunkte bei der Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität

Referent: 

Direktor Carl-Ernst Brisach
Bundeskriminalamt

 

am Donnerstag, 29. März 2012, 19.00 Uhr

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Sektionseigener Bericht

Sicherheitsvorsorge im Innern

Innere und äußere Sicherheit lassen sich angesichts asymmetrischer Risiken nicht mehr voneinander trennen. Die ehemals klaren Grenzen überschneiden sich zunehmend. Der erweiterte Sicherheitsbegriff und die vernetzte Sicherheit stehen für diese Interdependenz.

Und so war es folgerichtig, dass die Sektion Bonn einen Vertreter des Bundeskriminalamts (BKA)  als Referenten zum Thema „Das BKA-Herausforderungen, Perspektiven und aktuelle Schwerpunkte bei der Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität“ eingeladen hatte.

Carl-Ernst Brisach, Direktor beim BKA

Carl-Ernst Brisach, Direktor beim BKA und Leiter der Abteilung Polizeilicher Staatsschutz, gab einen kurzen Überblick über die Struktur des BKA, seine vielfältigen Aufgaben und die moderne Ausrichtung der polizeilichen Arbeit auf höchster Ebene.

Enge Koordination zwischen den unterschiedlichen Sicherheitsorganen auf Bundes- und Landesebene gehört genau so zum Erfolgsrezept wie internationale Kooperation im europäischen und globalen Rahmen. „Unsere Maxime ist, möglichst „vor die Lage“ zu kommen, d.h. vorausschauendes, initiatives, vorbeugendes Agieren,“ so der Referent.

Sich auf die Reaktion nach der Tat zu konzentrieren, sei angesichts z.B. terroristischer Risiken internationaler Dimension und verheerender Auswirkungen weder zeitgemäß noch effizient.

Diesen Anspruch zu erfüllen sei im Zeitalter der grenzenlosen und vielfältigen Informationsmittel und -wege eine riesengroße Herausforderung.

Am Beispiel der Ermittlungen zu den Straftaten ("Döner-Morde", Polizistenmord, Banküberfälle, Sprengstoffattentate) des Trios der Zelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) führte Direktor Brisach eindrucksvoll aus, mit welchem personellen und technischen Mitteln, mit welchem Koordinationsaufwand und unter welchem politischen und öffentlichen Druck  in akribischer Detailarbeit versucht wird, Licht in diese rechtsterroristischen Verbrechen zu bringen.

Er ging ein auf die Verantwortlichkeiten lokaler, regionaler und zentraler Institutionen und stellte fest, dass bei allem Koordinationsaufwand das föderale System und die Polizei vor Ort wegen der Nähe zu Entwicklungen, Signalen und Tendenzen seine positiven Seiten habe.

In einer intensiven und mitunter kritischen Abschlussdiskussion stellte sich Direktor Brisach kompetent und ausführlich den Fragen aus dem vollen Saal.

Der Dank des Sektionsleiters

Mit den Worten “Das war eine überzeugende vertrauensbildende Maßnahme für die Kompetenz und die Effizienz unserer Sicherheitsorgane“ dankte der Sektionsleiter unter großem Beifall dem Referenten.

Servatius Maeßen


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