Vortragsabend

zum Thema

Personalbedarfsdeckung

und Nachwuchsgewinnung

- aktuelle Lage und neue Herausforderungen

Referent: 

GenMaj Manfred Schlenker
Amtschef Personalamt der Bundeswehr


am Mittwoch, 27. April 2011

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Sektionseigener Bericht

Nachwuchsgewinnung mit modernen Mitteln

„Personalbedarfsdeckung und Nachwuchsgewinnung“ war das Thema eines Vortrags, zu dem die Sektion Bonn eingeladen hatte. Das Echo war überwältigend, der Pressesaal im Bundespresseamt in Bonn war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Das hatte zwei Gründe:

Angesichts der bevorstehenden Bundeswehrreform, von der bisher nur die Aussetzung der Wehrpflicht umgesetzt ist, brennt die Frage, wie künftig die personelle Einsatzbereitschaft sicher gestellt wird.

Und als kompetenter und engagierter Referent konnte der Amtschef des Personalamts der Bundeswehr, Generalmajor Manfred Schlenker, gewonnen werden.

Generalmajor Schlenker in engagierter Aktion

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„Ziel meines Vortrags ist, Ihnen ein sachliches Lagebild zu vermitteln, das ich der zum Teil schrägen und irreführenden Berichterstattung in den Medien entgegen setzen will. Ich will Sie, meine Damen und Herren als Multiplikatoren für eine sachliche Berichterstattung und als Werber für qualifizierten Nachwuchs gewinnen,“ so der Einstieg des Generals.

In seinem lebendigen und anschaulichen Vortrag zeigte er auf, dass die Personallage bei Offizieren und Unteroffizieren quantitativ und qualitativ mehr als zufrieden stellend ist.

Er räumte auf mit dem Vorurteil, dass das Bildungsniveau der Freiwilligen unterdurchschnittlich sei, und belegte dies mit eindrucksvollen Zahlen.

Weil die Lage bei länger dienenden Mannschaften verbessert werden muss, liegt hier der Schwerpunkt der medialen Werbung in diesem Jahr.

„Mittel und Diktion der Werbung müssen sich an der Zielgruppe orientieren. D i e Medien müssen genutzt werden, derer sich die jungen Leute vorrangig bedienen.

Werbung muss zunächst Interesse wecken, die eingehende Information und Beratung erfolgt im persönlichen Gespräch. Die Schlüsselfrage ist hier die Bereitschaft, an Einsätzen der Bundeswehr teil zu nehmen. Wer hier zögert oder „nein“ sagt, hat keine Chance.,“ so der General.

Zur Gewinnung der Freiwilligen Längerdiener, für die nach Aussetzung der Wehrpflicht voraussichtlich ein Bedarf von 15.000 pro Jahr besteht, gibt es Handlungsbedarf. Diese Option ist noch zu wenig bekannt, die Werbemaßnahmen hierfür werden verstärkt und eine erste aussagekräftige Bilanz kann erst Ende des Jahres gezogen werden. „Horror- und Panikmeldungen sind derzeit völlig verfrüht.“

Der Amtschef geht davon aus, dass in der künftigen Struktur die Organisation zur Nachwuchsgewinnung nicht nur erhalten bleibt, sondern noch gestärkt wird.

„Mit über hundert Wehrdienstberatungsstellen sind wir flächendeckend vertreten. Das muss angesichts von Truppenreduzierungen und Standortabbau auch in Zukunft so bleiben“

Viele Fragen, kompetente Antworten

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In einer lebhaften Diskussion wurden Zweifel an der optimistischen Grundlinie der Ausführungen des Vortragenden laut. Beredt und kompetent stellte sich Generalmajor Schlenker den Fragen und warb für eine sachliche Darstellung der Lage, für Vertrauen in das Personalmanagement und vor allem in das qualifizierte und motivierte Personal der Streitkräfte.

Und das belegte er mit Daten, Zahlen, Fakten und fundierten Prognosen.

Herzlichen Dank!

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Herr General, danke dafür und für die Lehrstunde in „positive thinking“!

Servatius Maeßen          

                                                           

                                                                                               

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

sbmae@t-online.de bzw. Tel: 02645-3665


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