Überzeugender Auftritt

des Inspekteurs der Marine

Fast 100 Gäste füllten des Pressesaal des Bundespresseamtes in Bonn bis auf den letzten Platz, um dem Inspekteur der Marine, Herrn Vizeadmiral Axel Schimpf, zuzuhören. Sein Thema „Marine hart am Wind – wir stellen uns Gegenwart und Zukunft“ war angesichts der Diskussionen um die Zukunft der Bundeswehr sicher Auslöser des großen Interesses.

Der Admiral enttäuschte seine Zuhörerinnen und Zuhörer nicht.

Vizeadmiral Axel Schimpf, Inspekteur Marine (Foto: Nina Kaiser)

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Natürlich wollte und konnte er zu Standortentscheidungen keine Auskunft geben, weil über die Struktur der Bundeswehr erst (frühestens) zum Jahresende entschieden wird. Derartige Informationen waren in der Region Bonn nachvollziehbar auch nicht von vorrangigem Interesse.

Interessant waren aber die grundsätzlichen Feststellungen zur Bedeutung der Marine, die heute ebenso gültig sind wie morgen. „Die ungehinderte und friedliche Nutzung der See hat für das exportorientierte Deutschland  s t r a t e g i s c h e  Bedeutung“, so der Inspekteur, „Das 21. Jahrhundert, das Jahrhundert der Globalisierung, ist mehr als jedes davor, ein maritimes Jahrhundert. Globalisierung ohne Seeverbindungen quasi als Hauptschlagadern wäre kaum vorstellbar,“ stellte Admiral Schimpf fest.

Der Hinweis auf den Artikel 27 des Grundgesetzes “Alle deutschen Kauffahrteischiffe bilden eine einheitliche Handelsflotte“ und die daraus abgeleitete Konsequenz zur staatlichen Schutzverpflichtung von Flotte und Handelswegen  war für manchen Zuhörer neu, aber einleuchtend.

Der Inspekteur stellte fest, dass die Marine heute zur Auftragserfüllung von globalem Engagement bis zur Landesverteidigung im Bündnis gut aufgestellt  und ihre Leistungsfähigkeit  national und international anerkannt sei.

Er ließ aber auch keinen Zweifel daran, dass Gutes noch optimiert werden könne.

Die Marine wird ihren Beitrag zur aufgrund der Kassenlage notwendigen Effizienzsteigerung leisten. Neue Plattformkonzepte, effizientere Ausbildungsverfahren, modifizierte Besatzungskonzepte, internationale Kooperation und Aufgabenteilung setzen ebenso Mittel frei wie kostengünstigere logistische Verfahren und Beschaffungsgänge. Ziel ist, mit weniger finanziellem Einsatz die Leistungsfähigkeit der Marine mindestens zu erhalten.

„Bei allen Planungen und Überlegungen vergessen wir den Menschen nicht, der unser wichtigstes Kapital ist. Ihn müssen wir auf dem Weg in die Zukunft mitnehmen. Ich setze alles daran und bin zuversichtlich, dass uns das gelingt“, betonte mit großem Nachdruck der Inspekteur der Marine.

Volles Haus - Marine zieht! (Foto: Nina Kaiser)

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Nach seinem gehaltvollen Vortrag stellte sich der Admiral freimütig und geduldig einer lebhaften Diskussion, in der er kritischen Fragen nicht auswich und die ein oder andere These oder Folgerung aus seinem Vortrag erläuterte und vertiefte.

Großer Applaus und ein Buchpräsent „Deutsche Leuchttürme – einst und jetzt“ waren der Lohn für einen überzeugenden Auftritt. Danke, Herr Admiral!

Servatius Maeßen

Sektionsleiter Bonn

 

Mehr über die Marine erfahren Sie hier auf www.marine.de

Die Marine stellt sich vor

Bundeswehr-Video: Der Inspekteur der Marine

 

Kontakt:

sbmae@t-online.de bzw. Tel: 02645-3665


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