Vortragsabend

zum Thema

Herausforderungen an das Katastrophenmanagement 

Referent: 

 OTL d.R. Winfried Glass

 

am Montag, 18.10.2010

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Sektionseigener Bericht

Katastrophenmanagement ist Sicherheitsvorsorge

Angesichts asymmetrischer Bedrohungen lassen sich innere und äußere Sicherheit nicht mehr scharf voneinander abgrenzen. Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz sind damit ein wichtiger Teil unserer Sicherheitsvorsorge.

Unter dem Thema „Herausforderungen an das Katastrophenmanagement: Operatives Denken und Handeln in großräumigen und Langzeit-Schadenslagen“ trug der selbständige Fachjournalist und Freie Sachverständige für Bevölkerungsschutz, Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr, Oberstleutnant d.R. Winfried Glass, einem interessierten Zuhörerkreis mit seinem umfassende Wissensfundus aus Theorie und Praxis vor.

Der Referent OTL d.R. Winfried Glass

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Dabei erläuterte er die komplexen Strukturen der Kompetenzen und Verantwortlichkeiten in unserem föderalen Staat ebenso wie die Funktion der Streitkräfte und deren rechtliche Situation in diesem System.

Garniert mit praktischen Beispielen beschrieb Glass die taktische, operative und strategische Ebene des Katastrophenmanagements. Dabei machte er deutlich, dass Schadenslagen sich nicht an kommunale oder nationale Grenzen halten und die überörtliche und internationale Kooperation bei der Vorsorgeplanung und erst recht bei der immer zeitkritischen Schadensbegrenzung und -behebung von ausschlaggebender Bedeutung sind. „In der Chaosphase zu Beginn einer Katastrophe sind die meisten Opfer zu beklagen, deshalb kommt es darauf an, diese Phase möglichst kurz zu halten“, so der Referent. 

Intensiv beschäftigte sich der Experte mit der Rolle der Reservisten im Katastropheneinsatz und beleuchtete deren Rechtsstatus und auch die territorialen Strukturen der Bundeswehr, innerhalb derer Reservisten zum Einsatz kommen. Er ließ keinen Zweifel daran, dass Angehörige der Reserve nur im Status „Soldat“ und damit als originärer Teil der Streitkräfte in Uniform Hilfe leisten dürfen. In allen anderen Fällen sind sie der Kategorie „Helfer“ zuzuordnen.

Oberst d.R. Renn vom Reservistenverband erläutert die Regionalen Initiativen

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Als einen positiven Ansatz bezeichnete Glass die „Regionalen Initiativen“, die sich in katastrophenträchtigen Gebieten mit Unterstützung des Reservistenverbandes in der Regel aus Reservistenkameradschaften entwickelt haben und inzwischen nach einer von Seiten der Bundeswehr begutachteten, erfolgreichen Modellerprobung im Bedarfsfall den Landeskommandos nach Einberufung für den Hilfseinsatz zur Verfügung stehen.

Ein Dankeschön vom Sektionsleiter

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Wie ein roter Faden zog sich durch den Vortrag, dass die den Soldaten geläufigen Faktoren Raum, Zeit, Kräfte und Mittel sowie Planung und Führung auch im Katastrophenmanagement eine wesentliche Rolle spielen.

Text:   Servatius Maeßen   

Fotos: Nina Kaiser
      

Kontakt:

sbmae@t-online.de bzw. Tel: 02645-3665


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