Besuch im Generalkonsulat

der russischen Föderation

Bonn - Bad Godesberg
 

am Donnerstag, 16. Mai 2013

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Eigenbericht

Aus russischer Sicht

Senior Konsul Pyatin mit geschichtsträchtigem Hintergrund

Ein historischer Ort deutscher Nachkriegsgeschichte: Vorübergehend Amtssitz des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, dann Sitz der Botschaft der Sowjetunion in der BRD, später Sitz der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland, nun Geschäftsort des Generalkonsulats der Russischen Föderation in Bonn. Ein gepflegter Park, alter Baumbestand, himmlische Ruhe über den Dächern von Bonn und Bad Godesberg, ein großzügiges Foyer, ein beeindruckender Festsaal, in dem fast hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Veranstaltung der Sektion Bonn in der GfW Platz nahmen und den Stellvertreter des Generalkonsuls, Herrn  Vladimir Pyatin, erwarteten.

Er hatte den Besuch ermöglicht und sich bereit erklärt, zum Thema Russische Sicherheitspositionen vorzutragen. Er erläuterte die multilaterale und flexible Ausrichtung russischer Außenpolitik, ausgerichtet an dem Grundsatz „Es gibt keine ewigen Freunde, aber ewige Interessen.“ Im Verhältnis zu NATO und EU gebe es mehr verbindende Elemente als Differenzen, so die Bewertung des Konsuls. Die Beziehungen zu den USA bewegen sich grundsätzlich auf einer konstruktiven Basis, auch wenn es Reizthemen gäbe, wie der Referent am Beispiel der geplanten NATO-Raketenabwehr erläuterte. Wichtig sei, dass Politik nicht nur von Politikern gemacht und verstanden werde, sondern dass die Bevölkerung von Sinn und Notwendigkeit überzeugt würde.

In einer freimütigen Diskussion ging Konsul Pyatin auf Fragen zu den russisch-deutschen Beziehungen, zur ethnischen und religiösen Vielfalt in der Russischen Föderation und zur innenpolitischen Situation ein.

Den Abschluss bildete der Besuch einer historischen Sammlung zur Geschichte der russischen Diplomatie der vergangenen Jahrhunderte.

Mit einen Buchpräsent dankte der Sektionsleiter Konsul Pyatin für die Gastfreundschaft, seine klaren Worte und für Positionen, die man nicht teilen, aber kennen muss, um in einen Dialog ein zu steigen und zum gegenseitigen Verständnis bei zu tragen.

Servatius Maeßen


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