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Vortragsabend
zum Thema
Sicherheitspolitische Tour d' Horizon
Referentin:

Foto: liberale.de
Frau Elke Hoff, MdB
Sicherheitspolitische
Sprecherin der FDP-Fraktion
Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestags
am Mittwoch, 11. Januar 2012
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Sektionseigener
Bericht
Mit Tour d’Horizon Start ins neue Jahr
Mit einer Tour
der besonderen Art startete die GfW - Sektion Bonn ins Jahr
2012.
Die Abgeordnete des Deutschen Bundestags, Elke Hoff, nahm die
Zuhörer im gut gefüllten Saal mit auf eine
sicherheitspolitische Tour d’Horizon.
Frau Hoff steht für Kompetenz und Kenntnisreichtum in Sachen
Sicherheitspolitik, schließlich ist sie sicherheitspolitische
Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied im
Verteidigungsausschuss.

Die
engagierte Referentin ...
In ihrem Impulsvortrag ging Frau Hoff zunächst auf die
Neuausrichtung der Bundeswehr ein, die nach Aussetzung der
Wehrpflicht und angesichts der Finanzlage dringend
erforderlich ist. „Wesentliches Kriterium ist dabei die
Verbesserung der Durchhaltefähigkeit, die ganz wichtig für die
Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit Deutschlands im Bündnis
sei,“, so die Abgeordnete. Dabei müsse angesichts begrenzter
finanzieller Spielräume Abschied genommen werden von Breite u
n d Tiefe bei Fähigkeiten und Ausrüstung; Tiefe sei das Gebot
der Stunde.
Der Erfolg der Afghanistan-Mission hänge davon ab, inwieweit
afghanische Sicherheitskräfte in die Lage versetzt werden,
erkennbare Erfolge militärischer Operationen und ziviler
Aktionen auf Dauer abzusichern. Entscheidend sei, dass auf
diesem schwierigen Weg die Bevölkerung sowie die regionalen
und lokalen Autoritäten mit genommen würden.
Wichtig, so Frau Hoff, sei ihr die konkrete Definition deutscher
Sicherheitsinteressen und eine nationale Sicherheitsstrategie,
um den wechselnden Szenarien und globalen Risiken in der
Realität begegnen zu können. Erfolgreiche Sicherheitsvorsorge
und -planung brauche solche Leitlinien und Instrumente.

... und ihre
aufmerksamen Zuhörer
Angesichts absehbarer Schwerpunktverlagerung US-amerikanischer
Interessen sei Europa in Zukunft gefordert, noch mehr für die
eigene Sicherheit zu tun. Dazu gelte es, Kräfte zu bündeln und
Synergien zu entwickeln.
Die NATO müsse ihre Strukturen überprüfen und auch in flexiblen
Koalitionen einsatzfähig sein. Wer die responsibility to
protect für sich in Anspruch nehme, sei nur glaubwürdig,
wenn er auch über die capability to protect verfüge.
Zur Sicherheitsvorsorge gehöre auch, das Beziehungsgeflecht NATO
– EU – Russland auf eine tragfähige Basis zu stellen.
Und schließlich lassen sich nach Ansicht von Frau Hoff nicht alle
Krisen und Konflikte der Welt vorrangig oder ausschließlich
mit militärischen Mitteln befrieden und lösen.
Zivile Maßnahmen müssen den Anstrengungen Perspektive und
Nachhaltigkeit verleihen. Und dabei ist ein fundamentaler
Grundsatz: Die Menschen vor Ort mit zu nehmen und zu
überzeugen.
Der Wunsch der Abgeordneten, mit ihrem Vortrag den Rahmen zu
setzen für die Diskussion, ging voll in Erfüllung. Über eine
Stunde stellte sie sich auch kritischen Fragen, vermittelte
Zusatzinformationen und erläuterte Handlungsabläufe in der
Parlamentsarbeit. Der Bogen spannte sich von „Breite statt
Tiefe“ über das Abstimmungsverhalten im UN-Sicherheitsrat zur
Libyen-Resolution („eine Regierungsentscheidung, keine
Einzelentscheidung“), zu politischen, strategischen und
operativen Perspektiven für Afghanistan, zur Lage in Syrien
bis hin zur Versorgung körperlich und seelisch verwundeter
Soldatinnen und Soldaten.
Lang anhaltender Beifall und ein Buch zur Erinnerung belohnten
Frau Elke Hoff, MdB für einen anspruchsvollen, kompetenten.
glaubwürdigen und engagierten Auftritt.
Servatius Maeßen
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